Nach 12 Stunden komatösen Schlafs stehen wir munter, zufrieden und sehr erholt gegen 7.30 Uhr auf. Draußen scheint schon wieder die Sonne und trocknet fleißig das Bootsdeck.
Wir gönnen uns ein gemütliches und langes Frühstück unter Deck, klarieren das Boot auf und tuckern gegen 10:30 Uhr raus aus dem Hafen.
Der Wind meint es auch heute gut mit uns - wir haben perfektes Segelwetter: 20°C, Sonnenschein und ein sportliches Lüftchen mit 4-5 Beaufort (Bft) aus Südwest. Das brauchen wir auch. Unsere Dicke (das Boot!) ist bei raumen Wind (von schräg hinten) etwas träge und benötigt schon ordentlich Schub, um auf vernünftige Reisegeschwindigkeit zu kommen. Es dauert auch nicht lange und wir schießen bei bis zu 23 Knoten (6 Bft) Wind mit 8 Knoten Geschwindigkeit durchs Wasser. Die Welle baute sich bis auf einen Meter Höhe hinter uns auf und half mit, den dicken Bootshintern durch Wasser zu schieben.
Nach gut sieben Stunden Rauschefahrt und 39 Seemeilen im Kielwasser fuhren wir in den Hafen von Kalmar ein. Kalmar war ein wichtiges Zwischenziel für uns. Von hier aus sind es nur noch knapp 140 Seemeilen bis Stockholm, 200 Seemeilen liegen schon hinter uns - am dritten Urlaubstag, nicht schlecht.
Der Hafen war, wie zum Wochenende schon erwartet, ziemlich voll. Da fanden wir in einem Nebenbecken noch einen schönen Platz zum Festmachen an Heckbojen. Wie soll ich's sagen ... die Leine war Schuld. Zu guter Letzt lagen wir nach 20 Minuten Korrektur und etwas Hilfe von zwei Stegnachbarn endlich fest und machten drei Kreuze - und konnten auch schon wieder drüber lachen. Blöde Leine!!
Harry ging auf ein Dankeschön-Bier mit zwei Büchsen zum Nachbarn und ich wuselte ein bisschen unter Deck herum. Dann noch auf, für eine Stippvisite in die nahe Stadt. Und wieder einmal landen wir ungeplant in einer Großveranstaltung. Es sah nach Triathlon aus. Die ersten Teilnehmer schoben schon ihre Karbonräder durch die Gassen, da liefen so manche abgekämpfte Sportler noch durch die Altstadt. Was für ein Fest. Da es auch durch Nebengassen ging, führte die Strecke direkt an den Gärten der Restaurants vorbei. Jeder vorbeilaufende Teilnehmer wurde frenetisch bejubelt.
Zurück am Boot hatten wir Hunger. Abendbrot unter Deck, noch ein wenig Abendluft schnuppern im Cockpit, Fotos des Tages ansehen .... noch ein wenig Blog schreiben und wir fallen müde und zufrieden in die Koje.
Hier noch unser Track von heute - leider nicht ganz von Beginn an:










Schöner Sprint!! Weiterhin gute Winde euch Lieben und tolle Fahrt - last den Stockholm Grüssen;)) PS und diesmal hab ich den Anfang nicht verpasst ;))
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