Freitag, 18. Mai 2018

18.05.18_Auftakt mit Motorgeblubber

Plan entworfen, Plan verworfen .... es ist doch jeden Törn dasselbe.

Grundsätzlich haben wir für unsere dreiwöchige Auszeit kein festes Ziel. Irgendwie, irgendwo - nur weg. Gerne Schweden, gut auch Dänemark, westliche Ostsee und dänische Südsee reizen uns dagegen nicht besonders.
Aufgrund der aktuellen Windarmut mit aufkommender Ostwindlage entschieden wir uns einen Tag vor Abfahrt für eine Fahrt durch den Sund (an Malmö und Kopenhagen vorbei) hoch ins Kattegat, vielleicht bis Göteborg. Das hieß durch die Ziegelsteinbrücke in Stralsund um 8:20 Uhr, das hieß früh raus.
Als der Wecker heute morgen um 6 Uhr klingelte und ich mich nach unruhiger Nacht aus der Koje trollte, reifte in meinem müden Kopf ein Plan. Am Tisch beim ersten Kaffee sprach ich ihn aus: nix mit Kattegat, wir fahren nach Halt im Greifswalder Bodden über Lohme im Norden Rügens weiter über Bornholm. Von dort mit dem Wind am Montag hoch Richtung Südost-Schweden. Das hieß nicht nur, weniger Fahrstreß, sondern auch, dass wir uns für ein bis zwei Stunden wieder ins Bett kuscheln dürfen.

So starteten wir - besser ausgeruht - erst am späten Vormittag in unseren Urlaubstörn


... unter Motor ... die komplette Strecke von 22 Seemeilen .... ätz.

Schnell weg hier, in Stralsund (siehe Rauch am Horizont) brennt eine Lagerhalle.

Strelasund und Bodden umgaben sich dank der Windarmut mit mystischem Hochnebel und in eleganter Schwarz/Weiß-Optik:




Da der Autopilot das Steuern übernahm, hatten wir viel Zeit zum Fotografieren, Schlafen, Dösen, Wasser gucken.

Festgemacht in Gager:






Kurze Verschnaufpause, ein deftiges Mittag in den Bauch und ab in den Ort. Der ist so winzig, dass man nach gut 10 Minuten wieder am Hafenbecken steht. Gut so - dass macht Gager aus. Urig, ruhig und etwas verschlafen.

Blick auf den Hafen von der Außenmole, an welcher wir liegen

Der Bodden im Griff des Hochnebels. Bei uns brannte die Sonne.


Besuch bei den "Fischers" - Gager hat noch eine kleine Fischereiflotte.

Der Arnold Schwarzenegger der Ostsee-Schwalben

Seelig und moralisch aufs morgige weiter"Motoren" eingestellt, genießen wir den Abend im Cockpit bei einem Glas Gin-Tonic. Mindestens bis Lohme, eventuell aber doch gleich durch bis Bornholm. Darüber entscheiden wir morgen im Laufe der Fahrt.
Und auch wenn mir heute ein guter Freund etwas anderes einreden wollte: nein, Fahrt unter Motor ist nicht cool! Es ist (für einen Segler) ein bisschen wie verlieren.

Unsere heutige Strecke:



Gute Nacht....


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