Donnerstag, 28. Mai 2015

28.05.2015 Fleißige Faulpelze

Alles kam wiedermal anders.
Das Wetter,  besser gesagt der Wind,  hat uns einen Strich durch die schöne Rechnung gemacht.  Wir hatten nicht besonders viel Lust, bei 5-6 Beaufort (Bft) zwischen den dicken Pötten die Elbe rauf nach Brunsbüttel zu schippern und bei eben diesen Windverhältnissen in die Schleuse zu eiern und hinter der Schleuse in den Hafen zu gehen.  Nö,  da gibt es bequemere Wege.  Immerhin haben wir noch sowas wie Urlaub. Einen Tag faulenzen klang auch zu verlockend.
Somit blieben wir im Hafen.  Harry schlief aus,  ich machte es mir schon früh im Salon bequem,  bei Tee und Brot und einem guten Krimi.
Der Tag,  eigentlich dem Faulenzen geopfert,  wurde noch sehr aktiv.  Nach dem Frühstück gingen wir ein paar kleine Reparatur- und Reinigungsarbeiten an.  Die Ankerwinsch,  zum Beispiel,  wollte nicht so recht ihren Dienst tun. Das hatten wir schon bei der Bootsübernahme festgestellt und auch,  dass es sich lediglich um ein Kontaktproblem handelte. Schnell behoben gingen wir die nächste Kleinigkeit an.  Das Boot ist nunmal 10 Jahre alt,  da kommen hier und da die ersten Weh-Wehchen.  Obwohl -  dieses Boot ist für sein Alter mehr als gut in Schuss.
Danach gingen wir,  bestückt mit zwei Rucksäcken,  die 2 km bis zum nächsten Supermarkt und holten ein paar Köstlichkeiten,  vor allem für die warmen Mahlzeiten. Nur Nudeln muss ja auch nicht sein. Hier oder da ein totes Tier ist auch mal schön. Oder ein frischer Salat als heutige Zwischenmahlzeit. Im Hafen tobt der Wind wie vorhergesagt; das Boot ackert in seinen Leinen.
Am Nachmittag prüfte Harry nochmal die Qualität der Matratzen bei einem Mittagsschläfchen.  Ich nutzte die Zeit und wühlte mich durch die Bootsunterlagen.  Noch waren wir nicht ganz fit in der Bedienung der Navigationsgeräte und den Anzeigeinstrumenten am Steuerstand (Wind,  Autopilot und Mehrfachanzeige für Wassertiefe und  Geschwindigkeit). Auch das Schaltpanel mit den Bootssicherungen  hatte sich uns noch nicht ganz erschlossen.



Nach 2 Stunden Studium und Probieren war ich wesentlich schlauer und gewappnet für den nächsten Teil der Reise.
Das hat mich so in Beschlag genommen,  dass ich nicht mal gemerkt hatte,  dass mein Handyakku den Geist aufgab.  SOETWAS passiert mir eigentlich nie!! Sollte jemand versucht haben,  mich zu erreichen -  ich melde mich,  wenn es wieder aufgeladen ist :-)

Morgen geht es dann wieder früh raus.  Wir haben vor,  gegen 6:30 Uhr den Hafen zu verlassen,  die 15 sm nach Brunsbüttel zu motoren und dort dann in die Schleuse zum Nord-Ostsee-Kanal zu gehen. Mal sehen,  ob wir die 52 sm am Stück durchgehen und dann in Laboe (bei Kiel)  festmachen oder uns in einem Seitenarm des Kanals bei Rendsburg eine Pause gönnen.  Das wird morgen spontan entschieden.
Jetzt aber ab in die Koje....  gute Nacht.

P. S. : Für Ira.  Ja,  er ist wieder dabei :-)

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