Mittwoch, 17. Mai 2017

13./14.05.2017 Kurz vor Toreschluss

Warum entsteht bei uns vor dem Urlaub immer diese Hektik?
Egal, wann wir mit den Vorbereitungen anfangen - am Ende wird es immer knapp....

Trotz schönstem Segelwetter dümpelte Ari in ihrer Box und ertrug geduldig unser Gewusel.
Mit großem Erfolg - weil fast fehlerfrei - konnten wir den Einbau des neuen Plotters abschließen.





Entgegen der alten Konfiguration ist der neue Plotter mittels Konverterkit in das Raymarine-Netzwerk eingebunden.
Jetzt wird die Windrichtung auch direkt auf Plotter angezeigt, ebenso die Wassertemperatur. Der Autopilot würde nun festgelegte Routen abfahren können. Alle Geräte beziehen ihre GPS-Daten vom internen GPS-Modul des Plotters. Bisher gab es nur positive Überraschungen und wir freuen uns über dieses schöne Navigationsgerät wie die Kinder.

Harry kümmerte sich um die Feineinstellung der Wanten (seitliche Halterung des Mastes aus dickem Draht) und sicherte alles mit Splinten, damit sich nichts mehr verstellen kann. Diese Arbeiten waren seit dem Stellen des Mastes überfällig.

Unter Deck wurde aufgeräumt, saubergemacht und sämtliche Lebensmittel und Getränke inventarisiert. Mit der Aussicht auf die hohen Lebensmittelreise in Norwegen werden wir so viel wie möglich einbunkern.
Für die langfristige Versorgung mit preiswertem Essen habe ich anschließend zu Hause zwei Brote gebacken und insgesamt 3 Liter Curry gekocht.
Das Curry kam gleich heiß in die Verpackung, wurde vakuumisiert und verschweißt. Das hält (Erfahrung vom letzten Jahr) gut 4 Wochen in der Kühlbox. Unterwegs oder nach einem langen Tag essen wir es dann pur als "dicke Suppe" oder ganz typisch mit Reis und ggf. Fleisch.

Das Brot wurde nach dem Abkühlen halbiert, ebenso verpackt und wird für eine Zeit meine  Vollkornbrot-Sucht beruhigen :-)















Große Sorgen macht uns noch der Einbau des Stromgenerators in die Backkiste. Der ursprüngliche Plan ging wegen Platzmangels in der Realität nicht auf . Die Suche nach einer schnellen "wenigsten-transportsicher-und-nutzbar"-Lösung raubt Harry die Nerven. Ich bin da aber bester Laune - es gibt kaum ein bauliches Problem, was der Skippi nicht gelöst bekommt.


In den Baupausen wurden wir mit schönstem Wetter verwöhnt, was das anschließende Weiterarbeiten unter Deck nicht gerade verlockender machte. Naja, noch eine Woche, dann beginnt der Urlaub und damit auch wieder Zeit, dass alles mehr genießen zu können.



links: das Dampferlicht war defekt; das Leuchtmittel musste dringend ausgetauscht werden. Dieses Licht müssen wir (neben anderen) anmachen, wenn wir im Dunkeln unter Motor fahren. Harry wurde dazu an einem freien Fall am Mast hochgezogen. Natürlich nicht per Hand, sondern über die Winschen.




Die Karten und Unterlagen für Norwegen sind vollständig.


Auch meine Hafenliste für den Weg von Skagen bis Kristiansand ist endlich komplett - dem Internet sei dank. Für widriges Wetter habe wir nun an der südnorwegischen Küste alle 20 Seemeilen eine geschützte Einlaufmöglichkeit mit Lage, Sattelitenbild und Beschreibung des Hafens in petto.



Für die weitere Reise habe ich einen Goldschatz gefunden: "1000 Orte für Fahrtensegler" von Per Assmus.

Der gute Mann ist zwischen 2001 und 2009 die gesamte Küste Norwegens abgefahren und hat fast jeden Hafen und fast jede Ankemöglichkeit getestet.

Im Buch sind alle diese Stellen - in Küstenabschnitte unterteil - mit Lage, Abdeckung gegen Wind und Welle, Versorgung und Besonderheiten vermerkt.

Zu einigen Orten gibt es zusätzlich noch ausführliche Tipps zu Sehenswürdigkeiten und "musst-du-gesehen/erlebt-haben".

Dieser Band 2 für die Küste vom südwestlichen Zipfel bis hoch ans nördliche Ende ist jeden Cent seiner 69 € wert.






Wenn es nach mir geht, können wir sofort los. Aber leider liegen noch ein paar Arbeitstage und Erledigungen vor unserer Abfahrt.
Momentan rechne ich damit, dass wir zwischen Sonntag (21.05.) und Montag (22.05.) ablegen.

Wann und wie und was der Wind zu unseren Plänen sagt ... werde ich hier berichten.



Samstag, 6. Mai 2017

06.05.2017 Das ist alt, das muss weg

Natürlich trifft dieses Motto nicht auf den Tag an sich zu - wir haben heute Hochzeitstag :-)
Als überzeugte Segler und "bootpeople" wird dieser natürlich auf dem Boot verbracht.

Nein, alt und weg betraf eine unserer Baustellen an Bord; die Chaos-Verkabelung am Steuerstand.


Schon bei den Problemen mit der Steuerung in 2015 standen uns die Haare zu Berge, als wir die Abdeckung des Steuerstandes geöffnet hatten. Darin sah und sieht es so aus:


Um es deutlicher zu machen - eine Vergrößerung:



Die Kabel waren ein einziges Wirrwarr, teils in sehr wackligen Verbindungen, in sich brüchig, dreckig und endlos unübersichtig. Ein Teil war tief im Steuerstand verschwunden und übte dabei erheblichen Zug auf die Kabelverbindungen aus. Nicht gerade das was man benötigt, um sich mit diesem ungeliebten, alten Netzwerk von Raymarine (SeaTalk) anzufreunden.
Anlass der ganzen Aktion ist der Wechsel vom alten Plotter auf unseren winterlichen Neuerwerb (der Steuerrückzahlung sei Dank):



Da half nur: Aufräumen.
Ich nahm all mein geballtes Wissen als IT-Kabelmaus zusammen und sortierte den Kram, bis ich eine Logik in der Schaltung der Instrumente und der Funktion der einzelnen Kabel gefunden hatte. Auf dem Tablet hatte ich noch eine schematische Übersicht zum "SeaTalk", was mir beim Verständnis des Kabelsalates etwas half. Zum Zuordnen der unbeschrifteten Kabel kroch ich in die abenteuerlichsten Ecken unter Deck, um die Kabel von Steuerstand bis zum Gerät zu verfolgen. Aber: allet jut und (bis auf ein verd... Kabel) verstanden. Jetzt wusste ich auch endlich, wie der Konverter-Kit ( das aktuellen Netzwerk auf einen höheren Standard //SeaTalkng und NMEA2000//) eingebunden werden muss.

Jetzt kam Harry, der heimliche Elektriker, ins Spiel: schick machen!



Dazu gehörte unter anderem:

Kabel richtig kennzeichnen, seegerecht abdichten und dabei gleichzeitig stabilisieren (ein Hoch auf den Schrumpfschlauch),


Klemmen, Verbinder und Kabelschuhe ersetzen/erneuern:


Dabei haben wir gleich das Anschlusskabel des alten Plotters aus- und das Multifunktionskabel unserer neuen Multifunktionsanzeige (also: Plotter) eingebaut.

Sieht auf den ersten Blick nicht übersichtlicher aus, ist aber um Lichtjahre ausfallsicherer:



Zum Schluss haben wir alles sauber aufgerollt und beschriftet...


... damit der (etwas größere) Ausschnitt für den neuen Plotter mit dem Multitool gesetzt werden kann.
Und damit die finale Bearbeitung mit Rahmensetzen für den Plotter und Abdichtung des Gehäuses - es dringt immer mal wieder Regenwasser in den Steuerstand - zu Hause erledigt werden kann.
Transportfertig :


Nach gut 4 Stunden Arbeit hatten wir diese unangenehme Baustelle hinter uns gebracht. Wir hatten mit wesentlich mehr Hindernissen und bösen Überraschungen gerechnet. Selbst die Installation und (Probe-)Inbetriebnahme des neuen Plotters lief fast fehlerfrei. Nach etwas Grübelei und Nachlesen im Handbuch funktioniert nun auch das AIS und auch die alten Instrumente für Tiefe, Geschwindigkeit (Lot, Logge), Windanzeiger und Autopilot arbeiten im Netzwerk mit dem neuen Plotter. Gut, das ging mit dem alten Plotter und ohne die Netzwerkerweiterung nicht.

Freitag, 5. Mai 2017

28.04. - 05.05.2017 Kurzurlaub mit Crew

Das war schön.
Die "großen Kinder" kamen uns am verlängerten Mai-Wochenende am Boot besuchen.
Keno bekam zum Geburtstag einen kurzen Segeltörn geschenkt. Eigentlich hatten wir alle gehofft, dass der Wind so günstig kommt, dass es für einen schönen 4 Tage-Törn bis Bornholm, Ystad oder Kopenhagen reicht. Aber - naja, Segeln halt. Überraschung ist alles, der Plan nur ein Grundgerüst.

Der Wind wurde immer stärker vorausgesagt, je näher das Wochenende kam. Das konnten wir den beiden - selten auf einem Segelboot unterwegs - nun wirklich nicht antun.
So blieben wir auf dem Bodden ... und wurden hier ausreichend mit Spaß entlohnt.

Samstag, 28.04.17
Am Abend des Vortages sind Denise und Keno aus Bremen angereist. Der erste "richtige" Tag startete mit einem Geburtstagsfrühstück, um Keno zu feiern.
Pancakes mit allen möglichen Toppings und literweise Kaffee brachten die Wochenendcrew in Schwung.
Sportgeräte gehen bei den beiden immer :-)


Anschließend kamen die beiden - das zweite Mal unter Segel unterwegs - nicht um eine Auffrischung der Sicherheitsanweisungen herum. Dabei besprachen wir neben den üblichen Sicherheitsaspekten die Ab- und Anlegemanöver. Zu viert sehr relaxt, wenn jeder weiß, was zu tun ist.
Um allem vorzugreifen - mit den beiden war es auch bei kräftigem Seitenwind sehr entspannt, Ari in die Box zu legen.


Gegen Mittag legten wir ab und fuhren östlich den Strelasund herunter, in Richtung Bodden. Bei den vorherrschenden Temperaturen knapp unter 10°C waren alle in mehreren Kleidungsschichten eingemummelt.
Die Sonne blieb größtenteils hinter den Wolken versteckt, aber die Stimmung an Bord war gut.
Wir hatten alle große Lust aufs Segeln.


Im Sund noch mit mageren 3 Beaufort (Bft) unterwegs, durften wir auf dem freien Wasser des Boddens bei sehr guten 4 Bft und vollem Tuch die "Gäste" an die mögliche Schräglage des Segelbootes gewöhnen.

Die Ruhe auf dem Strelasund beschwerte Keno die ersten Versuche als Rudergänger und später allen im Cockpit eine heiße Tasse Glühwein.





















Ab Stahlbrode wurde es zunehmend windiger. Kurz vor der Insel Vilm erwischte uns dann doch noch ein kurzer aber heftiger Schauer mit starkem Hang zum Graupel. Der Anleger in Lauterbach wie aus dem Lehrbuch; als hätten wir vier in letzter Zeit nicht anderes gemacht, als Anlegemanöver geübt.
Während sich die Herren von der "schweren" Überfahrt erholten, gingen Denise und ich Liegeplatz bezahlen und einen Tisch im Werft-Restaurant der Vilm-Werft für den Abend bestellen. Dort ließen wir es uns dann später zu viert so richtig gut gehen.


Sonntag, 29.04.17



Sonnenschein auf dem Frühstückstisch! Der Himmel strahlte in azurblau, der Wind aus Ost kräftig mit 5-6 Bft .

Wir wollen den Bodden der Länge nach durchkreuzen, um möglichst viel Strecke auf Halbwindkurs fahren zu können.

Wat´n Spaß. Die flache Welle und der kräftige Wind sorgten für schönen Speed. Mit bis zu 8 Knoten (ktn) Geschwindigkeit waren wir auf dem Rückweg vom Süden in den Norden des Boddens gut unterwegs. Hier ging dann Denise ans Steuer. Mit verkniffenem Gesicht aber gutem Geschick hielt sie Ari auf Kurs - das liegt wohl in den Genen :-)











Die ehemalige Entmagnetisierstation im Norden des Greifswalder Boddens - spuki .... 


Nach 4 Stunden waren wir zurück im Hafen und legten Ari trotz Seitenwind wieder ohne Stress in die Box.  Die Rückkehr war vorgeplant.Ab 16 Uhr frischte es nochmals auf und wurde mit Böen in den 7 Bft wesentlich ruppiger. Zuviel Spaß auf einmal muss auch nicht sein ...
Den restlichen Tag wurde gekocht, gequatscht und der Vorrat an Gin & Tonic arg dezimiert.



Montag, 30.04.17
Schon die ganze Nacht jaulte der Wind durch die Wanten und Masten im Hafen. Ich lag längere Zeit wach und sann über Möglichkeiten, trotz dem starken Seitenwindes sauber aus der Box zu kommen. Ja, ich gebe es zu, ich bin da schnell ein Grübler. Entsprechend müde startete ich in den Tag - zum Glück war der Rest der Crew ausgeschlafen. Als ich mir dann auch noch kurz vor dem Ablegen das rechte Knie beim Hochsteigen an Deck verdrehte, war der Tag gelaufen. Ich hatte bei jeder Bewegung heftige Schmerzen.
Trotz meiner Bedenken und Sorgen lief der Ableger aus der Box wie geschmiert. Harry gab Ari genug Motorschub, so dass sich die Bugnase trotz des starken Ostwindes in den Wind schob.
Mit Segeln im zweiten Reff und halbem Wind (direkt von der Seite) mit anfangs 5, später 6 Bft tobten wir den Bodden mit seiner gut 1m Welle runter bis zur Einfahrt in den Strelasund. Hinter der Fährlinie Stahlbrode frischte es nochmals auf und Ari wurde mit bis zu 7 Bft raumschots (von schräg hinten) gen Stralsund geschoben. Beim Surfen auf den von hinten anlaufenden Wellen erreichten wir bis zu 9,5 ktn Geschwindigkeit.
Aufgrund seiner Lage hatten wir im Heimathafen Neuhof sehr gute Windabdeckung; der Anleger wurde wieder sehr geschmeidig.
Für Keno und Denise hieß es nach einem letzten gemeinsamen Kaffee packen und Abmarsch - sie mussten den Abend ja wieder zurück nach Bremen.
Ich pflegte mein schmerzendes Knie und meinen müden Körper und verfrachtete mich in die Koje.

Die restliche Woche ...
...war wettertechnisch nicht die Sahne. Der Starkwind mit stürmischen Böen bis 9 Bft, anfangs noch bei Sonne, ab Mittwoch auch mit Regen, war für mein desolates Knie nicht gerade förderlich. Segeln fiel erstmal aus. Schade.
Wir  kauften ein paar Kleinigkeiten in Stralsund ein und verkrochen uns später unter Deck; zum Lesen, Schlafen, Filme gucken. Zudem gab es bis zum Urlaub noch ein paar kleine Dinge im Boot zu erledigen.



Die Gästekajüte verfügt nun auch über einen Landstrom- und einen 12V-(USB-)Anschluss. Das dürfte besonders unsere jüngeren Gäste begeistern - endlich kann das Handy beim Laden am Bett bleiben :-)













Das Kartenfach unter dem Navigationstisch erhielt eine Unterteilung, damit uns nicht mehr alles darin befindliche durcheinander rutscht. Und so weiter.




Nebenbei heilte mein Knie so langsam ab (was auch immer kaputt ist/war).
Beste Voraussetzungen für unseren, in zwei Wochen anstehenden, großen Fünf-Wochen-Törn mit Ziel West-Norwegen.



Montag, 17. April 2017

14.-17.04.17 Ostern an Bord

Das Wetter war ja nun alles andere als schön. Erst Regen und Starkwind, dann Regen, Sonne und Schwachwind. Ostern liegt nun mal im April und so war das Wetter entprechend.

Wir hatten uns ein paar kleine Reparatur- und Verbesserungsbasteleien vorgenommen - wetterunabhängig und nicht wirklich dringend. Stressfreie Ostern, das war das einzige Ziel.

Das noch relativ gute Wetter am Karfreitag zog uns auf die Halbinsel Devin. 



Schon immer attraktiver Hintergrund der schönsten Sonnenuntergänge im Hafen wollten wir uns das Areal mal genauer ansehen.

Die Halbinsel Devin ist ein großes Naturschutzgebiet. 
Der von uns gelaufene Rundweg war gut 7,5 km lang. Die Vegetation wechselt häufiger zwischen weiter Grasfläche und Wäldchen, der Wanderweg geht mal am Wasser entlang, mal mitten durch die Prärie und die Hügel hoch und runter.
Wir tobten uns laufend und fotografierend gut 2 Stunden lang aus, um so die nächsten Tage ohne schlechtes Gewissen rumgammeln zu dürfen. Mittendrin standen wir auch direkt gegenüber unseres Hafens und schauten unserem Boot beim Schaukeln auf den Wellen zu.


Ab dem folgenden Tag verschlechterte sich das Wetter stündlich. Der Höhepunkt war am Sonnabendabend, als der Wind mit bis zu 8 Bft durch den Hafen tobte und die Wellenkämme über den Anleger trieb.

Im Hafen, unter Deck, am Sonnabendnachmittag. Der Wind nimmt Anlauf.

Das richtige Wetter, um sich ein bisschen nützlich zu machen. Die Fender brauchen neue Leinen mit Augspleis:


 Den Rest des Tages verbrachten wir mit Filme gucken, schlafen, lesen, kochen, dem Sturm zuhören, Leinen nachsetzen, sich in den Schlaf schaukeln lassen  ... und lange ausschlafen.



So auch am Ostersonntag. Irgendwann kam der Hunger.

Aber selbst an Bord darf es ein wenig festlich werden.
Während sich die Brötchen im Ofen und die Eier im kochenden Wasser suhlten, suchte ich eine passende Deko zusammen. Irgendwas findet sich doch immer.
Auf alle Fälle ein paar Stifte, Servietten, gekochte Eier, Spankörbchen vom gestrigen Ofenkäse und ein paar Osternaschereien. Mehr brauchte es nicht, um zum Schluss an einen lustigen Ostertisch zu sitzen.


Das restliche lange Wochenende wurde gründlich "verfault". Der Regen prasselte immer wieder aufs Boot, die Dieselheizung und der Heizpusti sorgten abwechselnd für wohlige Wärme. Am Montag ging es dann wieder nach Hause, ausgeruht und tiefenentspannt ...



Montag, 10. April 2017

04.-09.04.2017_Saisonstart

04. April 2017  Einkranen

Endlich! Heute haben wir unseren Krantermin.
In der Frühe ging es von Berlin los, unterwegs ein schnelles Frühstück bei McDoof an der Autobahn und weiter zum Hafen.
Da hier gerade ein neuer Kran aufgebaut wird, hilft bis zu seiner Errichtung ein mobiler Kran aus. Die Warteschlange der zu kranenden Boote war lang; wir kamen erst mit gut 2 Stunden Verspätung an die Reihe. Gegen 14 Uhr war es dann so weit ...

Ari wurde zum Hafenbecken geholt ...

... an den Haken genommen ... 

.... einmal herumgeschwenkt ... 

... und sanft ins Ostseewasser gesetzt.

Trotz fehlendem Mast sieht der Skipper schon recht zufrieden aus.
 Das Stellen des Mastes ist immer wieder ein "Highlight" - wir sind jedesmal gespannt, ob wir auch diesmal wieder wirklich an alles gedacht haben. Steht das Teil erstmal an Deck, könnte sich ein kleines Problem schnell in 18m Höhe befinden. Aber wir hatten ...


Noch den Baum montieren und die Segel anschlagen und Ari liegt segelbereit in der Box.
Für den arbeitsreichen Tag wurden wir mit einem ersten schönen Sonnenuntergang belohnt.



08./09. April 2017  Ansegeln

Wir nutzen den regnerischen Sonnabend, um noch ein paar Reparatur- und Putzarbeiten an Bord zu erledigen. Zu tun gibt es genug und so ein bisschen Wochenenderholung sollte ja auch noch möglich sein. Unser Fleiß wurde belohnt: am Sonntag starteten wir in neuer Segelkleidung zum ersten Törn in 2017. Der Wind war zwar nicht üppig, aber 10 ktn Wind brachten uns immerhin locker bis in den Bodden.






Wir genossen die Sonne und die herrliche Leere auf dem Bodden.
Nur die vielen kleinen Motorboote der Angler im Strelasund erforderten an mehreren Stellen eine größere Aufmerksamkeit.



Auf dem Bodden dümpelten wir geruhsam vor uns hin. Der Autopilot übernahm die Steuerung, Harry die Ruderwache und ich ... mich packte ein kleiner Putzanfall, weil das Teakdecke auf der Stufe am Heck über den Winter etwas arg moosig geworden war. Gut gesichert (das Wasser ist definitiv zu kalt zum Reinfallen!) bewaffnete ich mich mit der Schrubberbürste und rückte dem Grünzeug mithilfe von Salzwasser rasch zuleibe.


Zurück zum Hafen, aus dem Bodden über den Strelasund, ging es nur unter Motor. Der Wind kam genau von gegenan und lud mit mauen 2 Bft nicht gerade zum kreuzen ein.
Zufrieden mit dieser ersten Fahrt legten wir Ari wieder in seine Box und genossen noch etwas friedliches Bordleben im noch ziemlich leeren Heimathafen Neuhof, bevor es zurück nach Berlin ging.