Montag, Dienstag, 23./24. Mai
Um 6:15 klingelt unser Wecker. Eigentlich hat keiner von uns Beiden Lust aufzustehen. Doch heute erwartet uns etwas, auf das wir zwei Tage lang gewartet haben: Segelbarer Wind. Keine Traumbedingungen, aber ab 8:00 sind 6 Knoten/2Beaufort aus Südost vorhergesagt. Grund genug, sich aus den Federn zu erheben. Zu diesem Zweck, dem Segeln, sind wir schließlich hier.
Frühstückszeit, wir schauen uns beide mitleidig an. Fast wortlos sind wir uns einig; Frühstück gibt´s unterwegs. Also nur schnell einen Kaffee gemacht und dann werden die obligatorischen Vorbereitungen getroffen. Der Wetterbericht wird ausgiebig studiert und die Vorhersagen der einzelnen Wettermodelle verglichen. Wegen der für heute geplanten Distanz von über 120 Seemeilen fertigt Katrin dann wieder eine Tabelle an, wann an welchem Ort auf unserer Route, welches Wetter auf uns wartet. Insbesondere natürlich, woher kommt der Wind und wie stark wird er sein, der Grundwind und die Böen. Dann wird das Logbuch vorbereitet, die Geräte am Steuerstand angeschaltet, die Stromversorgung für den Dieselmotor auf ON gestellt, alle Leinen und Fender, die nicht zwingend notwendig sind, gelöst und verstaut, Segelkleidung angezogen, das Tablet mit dem vorbereiteten „Idealtrack“ gestartet, genauso wie die Maschine. Zum Schluss heißt es Leinen los und heute drückt uns dann sogar der seichte Südostwind vom Anleger weg, so dass ich nach kurzem Warten einfach den Vorwärtsgang einlegen und losfahren kann. Die Sonne scheint und im Cockpit messen wir 19° C im Schatten – Idealtemperatur. Die GoPro, am Heck befestigt, läuft gerade mit und zeichnet das Verlassen des Hafens von Helsingborg auf.
Draußen erwartet uns der Südost, wie vorhergesagt und weil wir nur Leichtwind haben kommt heute das Gennaker, ein Leichtwindsegel, zum Einsatz. Hierfür hat Katrin bereits gestern Nachmittag alle notwendigen, zusätzlichen Leinen an Deck verlegt, die zur Bedienung dieses Segels notwendig sind. Ein Gennaker ist ein Vorsegel, das von 4 Leinen gehalten wird und ähnlich wie ein Flugdrachen kurz vor dem Segelboot schwebt. Drei der vier Leinen sind zu bedienen dieses Segels notwendig. Das Material dieses Segels erinnert ein wenig an die Bespannung eines Regenschirms, nur ist es ungleich stabiler. Ein Gennaker hat als Leichtwindsegel alleine immer wenigstens die Fläche die Groß- und Vorsegel zusammen ergeben, meist noch mehr. Unser Gennaker hat vermutlich eine Fläche zwischen 85 und 100 Quadratmetern. So entsteht auch bei wenig Wind genügend Zug für den Vortrieb des Segelbootes. Dieses Segel funktioniert aufgrund seiner Physik nur bei raumen Winden. Das bedeutet, dass wir Wind benötigen, der von schräg hinten kommt und nicht mehr als maximal 4 Beaufort stark ist.
Wenige hundert Meter hinter
der Hafenausfahrt drosseln wir den Motor auf kleine Fahrt und setzen den
Gennaker.
Bei gerade mal 2 Beaufort Wind fahren wir dann unter Segel 5,3 Knoten, knapp 10 km/h. Das gelingt uns allerdings nur, weil uns zufällig die Strömung im Øresund mit 1,2 Knoten nach Norden schiebt. Ohne die Strömung wären wir also nur mit etwa 4 Knoten Geschwindigkeit unterwegs. Nicht viel, wenn man weiß, dass man noch rund 250 Kilometer Entfernung an diesem Tag zurücklegen möchte bzw. zurücklegen muss. Warum muss? Weil es morgen Nachmittag ein Windfenster von etwa 16 Stunden gibt, dass uns mit Südwestwind versorgt und von unserem heutigen Ziel Skärhamn (nördlich Göteburg), quer durch den Skagerak nach Kristiansand, einem der südlichsten Häfen Norwegens, bringt.
Danach ist über Tage hinweg
wegen Starkwind und Sturm aus Westen kein Durchkommen zur norwegischen
Westküste unter Segeln mehr möglich. Deshalb müssen wir heute zügig in Skärhamn
sein, um noch etwas Schlaf bis morgen Mittag zu bekommen, da der Südost im
Skagerak gegen 15:00 beginnen soll und wir dann aufgrund der vor uns liegenden
Distanz, auch dann sofort starten müssen. Die Ankunft in Skärhamn haben wir
überschlägig für 5:00 morgens geplant, das heißt uns blieben genau 8 Stunden
zum Schlafen, bis wir uns wieder auf den Nachmittagstörn nach Norwegen
vorbereiten wollen. Wir benötigen also von Helsigborg bis Skärhamn eine
Durchschnittsgeschwindigkeit von 6 Knoten, rund 11 km/h, damit dieser Plan
aufgeht.
Wir sind also derzeit zu langsam. Darüber darf uns auch nicht das tolle Wetter und die gute Stimmung an Bord hinwegtäuschen, aber es wird am Nachmittag noch Starkwind, eventuell mit Sturmböen geben. Auf unserem heutigen Törn fahren wir den Kattegat einmal komplett von Süden nach Norden ab. Der Starkwind, ein Südost, wird laut Vorhersage in der westlichen Hälfte des Kattegat blasen während es in der östlichen Hälfte sogar kleine Schwachwindzogen gibt. Die Kunst und unsere Herausforderung ist es, heute genau den Nördlichen Kurs mitten im Kattegat zu finden, der zwischen der Stark- und der Schwachwindzone liegt, um mit möglichst hoher Geschwindigkeit bei möglichst wenig Welle segeln zu können.
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| Hier wird der Kaffee von der Chefin noch per Hand gemahlen. |
Doch noch ist es nicht einmal Mittag und wir genießen die Gennakerfahrt bei maximal 30 cm Welle, während wir uns das Frühstück im sonnigen Cockpit schmecken lassen. Gerade machen wir 6,5 Knoten Fahrt und kompensieren damit gerade die Zeit, die wir in den ersten zwei Stunden verloren haben. Es sieht gut aus, der Plan könnte aufgehen, aber wir haben ja auch gerade mal rund 10% der Gesamtstrecke geschafft.
Etwas nördlicher haben wir dann auch plötzlich Gegenstrom. Erst 0,3, zwei Stunden später 0,6 und nach 4 Stunden mehr als einen Knoten. Da der Wind zwischenzeitlich gute 4 Beaufort erreicht und die Welle auf einen halben Meter zugenommen, wird es unter Gennaker schwierig, den Kurs zu halten und so steuert der Autopilot zunehmend in Schlangenlinien Richtung Nord. Wir entschieden uns, den Gennaker zu bergen und stattdessen im sogenannten Schmetterling zu fahren. Der Wind kommt exakt von hinten. Für den Schmetterling setzt man nun das Großsegel, dass zur Backbordseite (in Fahrtrichtung links) hin voll geöffnet ist und das Vorsegel, welches wir nach Steuerbord öffnen. So kann der Wind, wenn er direkt von hinten kommt in beide Segel blasen und wir haben fast dieselbe Segelfläche, wie unter Gennaker.
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| Großsegel (links) und Vorsegel (rechts) in der Schmetterlingsstellung |
Doch wegen des starken Gegenstromes machen wir gerade noch 5 Knoten Fahrt. Wir sind wieder zu langsam. Unser Tablet mit dem Idealtrack rechnet dabei ständig die Ankunftszeit am Zielort auf Basis unseres derzeitigen Standortes und der Momentangeschwindigkeit durch. So sehen wir bei Bedarf immer, ob wir unseren Zeitplan schaffen. Gleichzeitig haben wir so schon wieder Druck und sind unzufrieden, obwohl es bisher ein sehr entspannter Törn bei bestem Wetter ist.
Da man in Skandinavien, ach was rede ich, in der ganzen Welt, fast flächendeckend guten Handyempfang hat (außer in Deutschland), gelingt es Katrin über 10 Seemeilen von der Schwedischen Küste entfernt, noch unsere Wetterapp zu starten. Die neue Vorhersage ist nicht vollständig anders, jedoch kommt der Starkwind leider erst gegen 22:00 und nicht schon ab Nachmittag. Und so ist es dann auch. Bis 22:00 machen wir selten über 6 Knoten Fahrt, bleiben überwiegend darunter und unsere Ankunftszeit in Skärhamn schiebt sich bis Weilen schon auf 8:00 morgens. Um 8:00 nach 24 Stunden Fahrt ankommen und dann um 15:00 vorbereitet wieder los? Zweifel kommen auf. Andersrum fühle ich mich aktuell top fit und ausgeruht und tröste mich selbst damit, dass ich die morgige Überfahrt von Skärhamn nach Kristiansand ja notfalls auch alleine Segeln kann, während Katrin unter Deck schläft.
Die Sonne scheint unverändert am fast wolkenlosen Himmel. Nur über dem Festland bilden sich großflächig kleine Haufenwolken. Das Barometer fällt seit dem Start alle zwei Stunden um 1 Hektopascal. Also nichts, was uns Sorgen bereiten sollte – nur der Hinweis auf das nahende Tief, das uns den ersehnten Wind bringt.
Gegen halbvier sehen wir dann noch eine kleine Gruppe Schweinswale. Obwohl wir den Fotoapparat griffbereit zur Hand haben, schaffen wir es nicht, auch nur ein Tier mit einem Schnappschuss zu erwischen. Nach wenigen Sekunden sind sie wieder weg.
Am Abend gibt es dann ein zweites Essen im Cockpit. Wir begnügen uns heute allerdings mit belegten Broten. Das Brot hatten wir gestern bei ICA gekauft. Typisch schwedisch nur halbdunkel, aber mit Haferflocken und Preiselbeeren. Das ist auch mal ganz lecker, aber kein Vergleich zu dem, was deutsche Bäcker so im Ofen zaubern können. Offensichtlich muss man sich im Leben wohl entscheiden: Entweder super Handynetz oder lecker Brot.
Wir sehen nur wenige Segelboote unterwegs, dafür umso mehr Frachtschiffe und Fähren. Weil wir aber in der Mitte des Kattegat auf der Suche nach dem besten Wind Richtung Norden segeln, sehen wir die dicken Pötte meist nur aus fünf bis zehn Kilometer Entfernung rechts und links an uns vorbeifahren. Es gibt aber auch Große, die haben es nicht so eilig. Kurz vor Göteborg, es ist schon nach 22:00, müssen wir den Fahrweg der Großen kreuzen. Parallel zu uns fährt ein 200 Meter Frachter mit 8,2 Knoten Fahrt. Unsere Kurslinien werden sich wohl oder übel in gut einer halben Stunde treffen. Leider ohne nennenswerten Abstand, denn der Starkwind ist jetzt gerade da und Ari surft des Öfteren aufgrund der inzwischen entstandenen Welle mit gut 9 Knoten Fahrt, um Sekunden später wieder im nächsten Wellental auf 6-7 Knoten abgebremst zu werden. So um die zehn Minuten lang beobachten wir dieses Spiel und stellen fest: Wir haben Frachtergeschwindigkeit! Nur das ist jetzt eher ungünstig. Da wir ohnehin zu Gunsten des Tempos und einer frühen Ankunft am Ziel etwas Übertakelt sind, entscheiden wir uns, auch die Genua noch zu Reffen, denn wir haben 15-20 Knoten Wind, in Böen auch mal 24 Knoten. Mit etwas Mühe gelingt es uns, die große Genua auf etwa zwei Dritte zu verkleinern, da sehe ich auf dem Plotter unter den Telemetriedaten des Frachters, dass der parallel auch gerade „vom Gas gegangen ist“, um uns durchzulassen. Hinzu kommt, dass ausgerechnet jetzt der Wind etwas nachlässt, und wie von Zauberhand fahren Frachter und Ari wieder in etwa gleicher Geschwindigkeit aufeinander zu. Irgendwann gehen wir einfach etwas höher an den Wind, was uns auf einen Halbwindkurs bringt, wodurch wir unsere Geschwindigkeit erhöhen – es verkürzt aber auch die Distanz zum Frachter. Eine lange Viertelstunde später haben wir endlich die Kurslinie des Frachters gekreuzt, da stehen wir vor der nächsten Herausforderung.
Ist Euch eigentlich auch schon mal aufgefallen, dass ein Problem, das man hat, nicht dadurch kleiner wird, dass man es Herausforderung nennt?
Durch dieses Manöver haben wir ordentlich Höhe verloren und uns seglerisch in eine ganz schlechte Position gebracht, denn wenige Seemeilen vor uns liegt ein riesiges Feld von auf Reede liegenden Schiffen. Wir befinden uns vor der seeseitigen Hauptzufahrt nach Göteborg und an die 30 – 40 Großschiffe liegen hier gerade großflächig von Anker. Eine große Fähre kommt uns aus diesem Pulk im spitzen Winkel mit knapp 20 Knoten Fahrt entgegen. Unter diesen Umständen möchte ich nicht von meiner „Vorfahrt“ Gebrauch machen, was uns letztendlich ungewollt noch näher an die Ankerlieger bringt. Weil es Nacht ist, möchte ich auch nur ungerne bei Starkwind mitten zwischen ihnen durchsegeln. Also einmal außen rum, sobald die entgegenkommende Fähre durch ist.
Im Pulk der auf Reede liegenden Schiffe finde ich dann doch noch eine Lücke, die mir angemessen groß erscheint. Jetzt nur noch da durch und dann können wir wieder unseren Zielkurs für die letzten gut 20 Seemeilen ansteuern. Es ist nach Mitternacht und zeitweise macht Ari jetzt im Surf bis zu gut 10 Knoten Fahrt. Ich hole wieder Zeit auf und auch der Blick auf das Tablet verrät, Ankunftszeiten zwischen 3:30 und 5:30 sind möglich. Die große Zeitdifferenz erklärt sich aus den Geschwindigkeitsunterschieden der Ari. 10 Knoten im Surf – danach 6 Knoten im Wellental – irgendwo in der Mitte liegt die Wahrheit. Doch die Welt ist nicht perfekt, und schon gar nicht die des Seglers. So entdecke ich in einer Entfernung von zwei bis 5 Seemeilen, acht Fischerboote, die sich gerade ihren Lebensunterhalt verdienen. Und sie tun, was Fischer halt so tun. Sie fahren zwei Knoten schnell, dann 5 Knoten schnell. Sie fahren rechts, dann links und wieder kehrt und – sie haben leider Vorfahrt. Da sie sich in den Flachwasserzonen rechts und links meines Fahrweges befinden muss ich irgendwie hindurch. Das Ganze erinnert mich an ein Telespiel wie es Anfang der 80`ger Jahre hätte existieren können. Das Fischerboot auf dem Monitor hat nur die Aufgabe, dich mit seinen Manövern am Vorankommen zu hindern. Der Segler darf sich nur segelgerecht im Spiel bewegen. Level 8 hat acht Fischerboote. Okay, ich schweife ab.
Nach gefühlten 15 Minuten Zeitverlust habe ich auch Level 8 bezwungen. Doch es geht noch weiter. Seit über einer Stunde ist permanent Gesabbel im Funk zu hören. Da unsere Außenanlage seit der Reparatur gar nicht mehr funktioniert, haben wir nur noch den Funk am Navigationsplatz. Damit wir ihn hören, ist er entsprechend laut eingestellt. Katrin liegt seit einer Weile unter Decke und versucht sich ein wenig auszuruhen, denn der achterliche Starkwind zusammen mit der dazugehörigen Welle lässt Ari ordentlich rollen. Das ist über Stunden körperlich wirklich anstrengend. Nett, wie ich manchmal bin, denke ich: Wir sind kurz vor dem Ziel. Über Funk ist nur zu hören, wie die einzelnen Schiffe, die auf Reede liegen, kontaktiert werden. Ich schalte den Funk aus, dann habe ich Ruhe und Katrin kann wenigsten gut schlafen.
Ich gehe also kurz unter Deck und schalte den Funk über den Sicherungsautomaten ab. Gerade abgeschaltet fällt mir ein – Mist, da hängt ja auch das AIS dran. Dann sieht man uns ja nicht mehr. Also will ich den Automaten wieder einschalten, um anschließend nur den Funk selbst am Hörer auszumachen. Ich erwische im Dunklen jetzt aber den falschen Sicherungsautomaten und schalte einen Teil der Geräte am Steuerstand ab – den Autopiloten. Der wiederum versetzt das Boot wie programmiert, als letzte Handlung noch in eine stabile Kreisfahrt, woraufhin Ari dann aber aufgrund des starken Windes in eine „Beiliegestellung“ fällt – Scheiße, entgleitet es meinem Mund. Katrin ist jetzt erfolgreich geweckt und ich starte die Maschine, um das Boot wieder in eine segelgerechte Position zu bringen. Zum Glück passiert das alles auf einem relativ freien Seeraum.
Beeindruckend finde ich, dass wir bereits südlich des Øresund die ganze Nacht hindurch ein dünnes Lichtband im Norden sehen konnten. Der Tag auf der gegenüberliegenden Seite der Erdkugel scheint zu dieser Jahreszeit über die Polkappen bis auf den 55. Breitengrad herab. Jetzt bei 56° nördlicher Breite kann man die ganze Nacht hindurch, wie in einer Vollmondnacht, sehen.
Es ist jetzt kurz nach vier Uhr morgens. Die letzten drei Seemeilen stehen an. Die Segel sind bereits eingeholt, weil wir noch ein paar Untiefen und Schären im Slalom umschiffen müssen. Unter anderem ist dazu ein Richtfeuer, bestehend aus Ober- und Unterfeuer, anzufahren. Aufgrund des starken Seitenwindes muss ich Ari ungefähr um 20% vom Richtfeuer weglenken, um in etwa die gewünschte Kurslinie zu treffen. Da ich mich auf das Richtfeuer konzentrieren muss, verfolgt Katrin das Ganze parallel über die Seekarte auf dem Tablet. Nicht, dass ich noch irgendetwas übersehe. Doch alles geht gut und wenig später laufen wir in Skärhamn ein. Schon von weitem können wir erkennen, dass kein einziges Boot am Längsseitsanleger. liegt. Der Anlieger selbst liegt super windgeschützt, das Anlegen ein Kinderspiel. Nach 135 sm und gut 21 Stunden Fahrzeit: Geräte aus, Klamotten vom Leib und tot in die Koje fallen.
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| Unser erster Längsanleger in Skärhamn (wir werden uns später noch nach hinten verlegen) |
Oben: Der heutige Track aus der Seekarte
Noch bevor wir uns Koje legen, prüfen wir den aktuellen Seewetterbericht. Der hat sich schon wieder geändert. Das Wetterfenster für unsere heutige Überfahrt nach Kristiansand gibt es so nicht mehr. Starkwind und Westwind machen uns das Segeln dorthin aktuell unmöglich. Wir haben uns mal wieder unnötig Stress gemacht. Für die nächsten Tage hat sich unser Norwegen-Ziel erst einmal erledigt.
Das Gute daran, wir können heute beruhigt ausschlafen (okay, ein schwacher Trost). Und ...
gegen 10:30 klopft es an Boot. Eine junge Dame möchte das Liegegeld kassieren. Nun sind wir eh wieder wach und stehen auf. Nach einem Pott Kaffee (also für jeden einen) verlegen wir unser Boot zunächst in einen anderen Teil des Hafens.
Schnell gemacht. Hier ist weniger Autoverkehr und wir liegen hier auch wegen des Windes der nächsten Tage günstiger.
Bei schönem Wetter ist es wirklich nett hier. Wäre da nur nicht unser Ziel in Norwegen ...
Was, wenn wir so täten, dass wir wieder nach Hause wollen und das Schicksal uns daraufhin Südwind bescherte ... ? 😉
Danach noch ein kurzer Besuch im hiesigen ICA. Hier gibt es einen großen ICA Supermarket und der bietet kulinarisch alles was dein Herz begehrt. Unsere Speisekarte haben wir schon im Kopf. Heute war nur gucken. Eingekauft wird erst morgen. Lecker kochen - genau das Richtige für das Regenwetter in den nächsten Tagen.
Bleibt uns gewogen und weiterhin neugierig. Danke für´s Lesen.
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| Harry & Katrin |


















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