Samstag, 21. Mai
Der neue Tag begrüßt uns mit Nordwind bei 14°C und gelegentlichem Regen. Im nördlich von uns gelegenen Kattegat soll hingegen bereits ab Mittag mehr oder weniger Flaute sein. Daher haben wir bereits gestern entschlossen, hier in Helsingborg auf den Südwind am Montag zu warten und die freie Zeit für eine Stadtbesichtigung zu nutzen.
Doch heute wollen wir uns erst einmal ein wenig von gestern ausruhen. Weil wir in Schweden sind, könnten wir doch mal in den hiesigen Supermärkten Coop und ICA vorbeischauen. Vielleicht haben die ja frische Kardamomknut. Und so machen wir uns auf zu einem kleinen Spaziergang. Natürlich nicht ohne Fotoapparat.
Gleich hinter dem Hafen kommen wir am Rathaus vorbei. Das Baugerüst am Rathausturm weist auf die "H22 City Expo" hin. Unter dem Link: https://press.visitsweden.de/neuigkeiten/die-stadt-der-zukunft-h22-city-expo-helsingborg/ findet sich dann auch die Antwort auf die Frage: Wie sieht das urbane Leben von morgen aus? Die südschwedische Stadt Helsingborg wagt einen Ausblick: Vom 30. Mai bis 3. Juli 2022 lädt sie die Welt zur H22 City Expo ein.
Der Wind pustet ungemütlich und so beeilen wir uns, unseren kleinen Einkauf zu erledigen. Kardamomknut bekommen wir zwar nicht; stocken aber unsere Vorräte zumindest mit Frischfleisch und schwedischer Himbeermarmelade auf.
Unter Deck warten ja auch noch einige Aufgaben auf uns. Der Post zum Törnbeginn will noch geschrieben werden und heute kocht Harry (also ich) Hühnerbrust an Avocado-Zwiebel-Frischkäse-Worchestersauce.
Dem Bootskenner fällt bereits auf diesem Foto auf, dass etwas großes fehlt. Als ich die Zwiebeln aus der Bilge hole, liegen die nämlich im Wasser. Der Geschmackstest ergibt: Es ist Süßwasser, was schon mal gut ist.
Als Ursache vermuten wir entweder eine Undichtigkeit an der Warmwasserleitung des Boilers. Diese hatten wir vor einigen Wochen beseitigt. Dabei aber etliche Liter Wasser aus einem hinteren Bilgenteil geschöpft. Möglich, das bereits vorher schon weitere Liter Wasser sich den Weg in andere Bilgenbereiche gebahnt hatten, die wir übersahen.
Alternativ könnten auch die minimale Undichtigkeit der Druckwasserpumpe zusammen mit dem sich bildenden Schwitzwasser Ursache dafür sein, das sich etliche Liter Wasser in einem "toten Bereich" unter der Küchenzeile gesammelt hatten.
Die Zeitweise starke Krängung (Schräglage) des Bootes während der gestrigen Stürnböen könnte in beiden Fällen der Grund dafür sein, dass das Wasser in einen anderen Bilgenteil überlief - unter anderem dorthin, dort wo bei uns Obst und Gemüse lagern.
Daher hat Katrin, während ich kochte, Salontisch und Sitzbank demontiert, um alle infrage kommenden Bereiche zu kontrollieren und wo nötig, auszuschöpfen.
Irgendwann ist alles getrocknet und wir sind satt und zufrieden.
Zeit, noch einmal eine abendliche Runde durch den Hafen zu machen ...
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| Die Hafeneinfahrt (durch ihre Form gut gegen Schwell geschützt) |
Die moderne, abwechselungsreiche und gleichzeitig gefällige Architektur ist nicht umsonst Grund dafür, dass die City Expo dieses Jahr hier staffindet.
Morgen hoffen wir allerdings auf besseres Wetter für unsere Stadtbesichtigung.








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