Ein Grund mehr, die Rückkehr in den Heimathafen so lange hinauszuzögern, wie es nur geht.
Rügen ist nun leider nicht so groß, wie es auf der Karte immer aussieht.
06.06.18
Ausschlafen, lange frühstücken, noch ein bissel am Boot rumkramen .... und schwups, biste fast das einzige Boot im vorher gut gefüllten Hafen. Wir haben es heute nicht eilig, da unser Törn nur einen kleinen Küstenhopser weit ist. Von Lohme bis Glowe (direkt unter dem Kap Arkona) sind es nur sechs Seemeilen. Die Welle ist klein, der Wind bläst mit 4 Bft - Sommersegeln pur. Wir setzen nur das Großsegel und trullern gemütlich gen Glowe.
Als wir dort ankommen, ist der Hafen recht leer. Kein Wunder - hier wird ausgebaut und ausgebaggert was das Zeug hält. Der Hafen wird vergrößert, der Baulärm hält sich jedoch in Grenzen.
Wir legen sahnemäßig in der Box mit Dalben an, gönnen uns noch einen kleinen Anleger und ab gehts in den Ort.
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| Es entstehen neue Liegeplätze im Hinterland des Hafens. |
Wir wollen hier heute Abend Harrys Geburtstagsessen nachholen. In Glowe gibt es eine schöne Fischgaststätte, das Fischerhus, die richtig gut ist und neben Fisch auch noch andere Leckereien auf der Speisekarte hat. Wir schauen nach, ob es sie noch gibt und ob sie geöffnnet hat. Alles klar - nächstes Ziel:
Bäckerei Arndt. Wer schon mal in Glowe war, im Osten Deutschlands geboren wurde und dann hier nicht bei Bäckerei Arndt war, hat schwer was verpasst. Diese Bäckerei backt weiter in alter Tradition und so haben sie hier all die Kuchen und Kekse und Torten und Brotsorten, die es schon zu DDR-Zeiten gab. Ich stand an der Kuchentheke und fühlte mich gut 40 Jahre zurückversetzt. Bienenstich, Zuckerkuchen, Marmorkekse, Nussbeißer, Seezunge, Eclairs, .... und alles nach den damaligen Rezepten gebacken. Wir ließen uns ein schönes großes Kuchenpaket packen, stiefelten zurück zum Boot und machten uns bei einer Tasse Kaffee über die Eclairs und die Seezunge her. Die große Platte mit Bienenstich soll es ausnahmsweise am nächsten Morgen zum Frühstück geben.
Der Rest des Tages verbummelt sich im Cockpit und unter Deck, wir helfen anderen beim Anlegen, machen uns später frisch und stiefeln zum Fischerhus.
Ich tobe meinen spontanen Hieper auf Spargel aus, Harry bestellt sich Fish & Chips. Beide Gerichte sind richtig gut zubereitet und äußerst lecker! Danke Lilo, das war ein schönes Geschenk!
Immer wieder mal was Neues: ein Vermessungsboot im Hafen. Das kleine Ding düst hier herum und misst durch, wo der Bagger noch ordentlich Sand rausholen muss. Die Zufahrt ist an vielen Stellen gefährlich flach.
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| Solche Flachs an der Einfahrt sind nur für die Schwäne toll. |
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| Vorn am Boot die Stange mit dem Tiefenmesser. |
Wir bleiben bis zum Sonnenuntergang im Cockpit und schauen uns danach noch einen halben Film aus der Konserve an - für einen ganzen waren wir leider nicht wach genug. Hier noch ein paar Abendimpressionen:
07.06.18
Huch, verschlafen. Es ist neun Uhr, als ich verschlafen auf die Uhr am Handy sehe. Auch egal, wir haben Urlaub.
Unser Plan für heute: Segeln. Es ist der letzte Tag mit schönen 4 Beaufort, ehe heute Abend wieder alles einschläft. Wir werden Kap Arkona gen Westen umrunden und später westlich Hiddensees ankern, sofern sich dort was anbietet. Noch ein letzter Tag unter Segeln, unter Sonne und unter erträglichen Temperaturen.













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