Freitag, 1. Juni 2018

01.06.2018_Zwischenstopp

Nun sind wir tatsächlich schneller raus aus der schönen Schärenlandschaft Südost-Schwedens, als uns lieb ist. So aber bleibt uns auch beim aufkommenden Westwind die Wahl, wann wir uns gen Deutschland aufmachen.
Laut diverser Wetterdienste gibt es mal kräftigen bis starken Westwind und dann wieder Flaute. Der letzte große Hops wird mal wieder eine echte Lotterie - (Wind-) Treffer oder Niete.

Der heutige Törn war in erster Linie eine Röstung. Ich will jetzt nicht über das Wetter meckern, aber... boah, wir sind gut durchgegart. Knapp sechs Stunden unter praller Sonne sind irgendwie auch harte Arbeit.
Erst unter Motor, die zweite Hälfte gesegelt, wollten wir mal im Hafen von Simrishamn schauen, ob vielleicht ein Plätzchen für uns frei ist. Dieser Hafen ist aufgrund seiner Lage sehr beliebt und deshalb immer gut ausgelastet. Im negativen Fall gibt es im halbstündigen Abstand südlich noch zwei kleinere Fischereihäfen, welche wir ebenfalls nutzen könnten.

Entgegen aller Erwartungen war und ist der Hafen von Simrishamn erstaunlich leer. Neben einer Handvoll Schweden teilen sich hauptsächlich deutsche und niederländische Boote den Hafen unter sich auf.
Im nahegelegenen ICA (Supermarkt) deckten wir uns noch mit ein paar frischen Lebensmitteln ein, dann war Feierabend für heute.

Während Harry verdiente Siesta hielt, sprach mich der Skipper unseres Nachbarbootes an. Das (für diese Jahreszeit hier so typische) deutsche Rentnerpärchen hatte Probleme mit seinem Daten-Roaming, sah mich mit meinem Handy im Cockpit sitzen und hoffte, ich hätte eine Lösung auch für ihre Anbindung. Ich bot meine Hilfe an, wurde an Bord eineladen und daraus wurde ein einstündiges Beratungsgespräch für zwei Handys und ein Tablet, bezahlt mit zwei Glas Sherry und einem netten Gespräch über Segeln, Schweden, Enkel und Zeit.
Zwei Hamburger, wir verstanden uns sofort.


Ari und die Hamburger zusammen am Steg in Simrishamn
Morgen geht es "umme Ecke" nach Ystad. Fast schon unser zweiter Heimathafen. Dort warten wir auf den besten Wind (zu erwarten Montag oder Dienstag), um mit so viel Segelspaß wie möglich nach Rügen zu kommen.

Amy haben wir nicht getroffen, aber ihre Wildgänse sind hier momentan überall zu sehen

Niedrigwasser kann auch schön. 
Unser heutiger Weg


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