Samstag, 28. Mai 2016

28.05.2016 Entschleunigt_aktualisiert

Zu früh.
Zu müde.
Und einfach liegengeblieben.
Heute Mittag geht es nur rüber nach Barhöft,  damit wir die Stralsunder Brücke nicht mehr im Weg haben.
Abfahrt gen Norden dann morgen.
Wir haben keinen Wind,  aber Urlaub :-)
Angekommen in Barhöft,  einen blöden Anleger an Heckboje mit Seitenwind (ja,  es gab heute doch noch Wind) super gemeistert und...  entspannt. Schlafen,  Eisessen,  Essen kochen,  Törn planen,  usw.
Weil hier im Ort nur ein Hauch von Netz ankommt,  werde ich erst später ein paar später hochladen.

Nachbearbeitung
Hier noch ein paar Fotos von gestern:

Ja, wir fühlten uns am frühen Morgen wie der Hund auf dem benachbarten Charterboot:
zu müde für alles. Wir haben es gemacht, wie er - sind einfach liegengeblieben.


 Wochenendverkehr auf dem Strelasund, kurz vor Brücke in Stralsund.

Wir sind definitiv zu früh; noch alles dicht.

Grün - jetzt aber los.

Wie gesagt - heute wird entschleunigt. Nur unter Genua (das Vorsegel) ging es die 13 sm nach Barhöft.



Ein Hafenpanorama

Schick schick
 Es ist noch recht kühl hier. Dann spielen wir doch mal schwedischer Sommer :-)

Barhöft ist ein ehemaliger Fischereihafen, der mehr und mehr von den Freizeitbooten übernommen wird. Noch gibt es sie aber - die echten Fischer.




Freitag, 27. Mai 2016

27.05.2016 Wir haben Urlaub

Uff, das war aber nochmal anstrengend.
Obwohl Harry unter der Woche neben seinen Bauarbeiten bereits alle Getränke eingebunkert hatte, kam heute nochmal eine ordentliche Fuhre Einkauf, Kleidung und Ausrüstung dazu, welche auch noch gut verstaut werden sollten.
Am frühen Nachmittag waren wir am Boot, setzten die ersten Sachen ab, stellten die Kühlbox an und düsten ab zu real nach Stralsund.
Nochmal gut beladen kehrten wir wieder zurück.




Bis in den Abend hatten wir noch zu tun. Zwischendurch wurde schnell ein Pizza eingeworfen und weiter gings. Die Genua (zu Hause in Handarbeit repariert) wurde wieder angeschlagen, Wasser nachgebunkert, das Boot komplett abgespült (die Kiefern blühen hier gerade) und unter Deck musste alles ordentlich verstaut werden. Kurz den Kopf gehoben - oh, schon so dunkel?! Aber schön ...


In unermüdlicher Arbeit hat der Skipper die noch fehlenden Riegel am Werkzeugschrank angebracht und den Schrank am Bootkörper verankert. Jetzt kann es losgehen, da rutscht nichts mehr:


Eigentlich wollten wir morgen mit der ersten Brückenöffnung in Stralsund starten ... das hieße, 3:45 Uhr aufstehen um 5.20 Uhr in Stralsund zu sein. Boah, nüscht is. Der nächste Durchgang, 8.20 Uhr, ist auch noch früh genug. Da wir erst keinen und später nur ein bisschen Wind haben, verpassen wir sowieso nichts. Frühstück gint es dann unterwegs.
Ein konkretes Ziel gibt es für morgen nicht. Entweder werfen wir schon in Klintholm oder Skanör das Handtuch, weil der Wind nicht kommt oder wir kommen wenigstens bis in den Sund. Da werden wir dann entscheiden, ob wir uns dort einen Hafen suchen (Kopenhagen oder Helsingør) oder doch die Nacht durchfahren. Rechts in der Navigationsleiste der Seite kann man jederzeit unseren aktuellen Standort abrufen
Erstmal schlafen - dann werden wir ja sehen.

Donnerstag, 26. Mai 2016

26.05.2016 In den Startlöchern

Ja, ... es war etwas ruhig hier in letzter Zeit. Aber das hat auch seinen Grund: ich laboriere an einem "Tennisarm" am rechten Ellenbogen. Leider ließ es trotz Behandlung nicht nach - im Gegenteil - und so entschlossen sich Arzt und Patient zu einer Radikalkur: Gipsschiene.
Mittlerweile geht es besser und der Urlaub kann starten.

Die Vorbereitungen dazu beschäftigten uns schon ganz schön. Das Ziel dieses Törns sollte Stockholm werden. Während Harry Stück für Stück das Boot optimierte, saß ich über den Seekarten und Revierführern und studierte die Häfen an der geplanten Strecke.

Hier ein paar von Harrys Wunderwerken:

Der Fäkalientank musste angeschlossen werden. Den alten Schlauch umsetzen war kein Problem, aber den neuen oben und unten auf die Ventilstutzen zu bekommen, war ... ja... ähm ... eine Sache für sich.
















Der Batteriemonitor musste noch angeschlossen und die Starterbatterie befestigt werden.




Harrys Lieblingsobjekt: ein Werkstattschrank.

In den 6 Schubfächern kann endlich unser ganzer Werkzeugbestand und benötigte Kleinteile untergebracht werden.
Kein Kramen mehr in diversen Kisten - ein Griff und man hat, was man braucht.

Ganz nebenbei lässt sich die untere Hälfte herausziehen und, dank aufgebrachter Echtholz-Arbeitsplatte, als kleine Werkbank benutzen.
Jetzt können wir bei Sturm schnell mal den Mast wieder geradekloppen ... ein Scherz.
Dadurch ist die Heckkajüte nun aufgeräumt und bietet sogar noch einen einzelnen Schlafplatz.








Noch ein Wort zum Planen. Törnplanung ist doof! Wir hatten alles auf Ziel Stockholm ausgerichtet.
Die Papierkarten liegen bereit, die Hafenliste ist erstellt, der Revierführer komplett durchgearbeitet  .... und nun? Nun haben wir nach derzeitigem Wetterbericht auf der kompletten Strecke den Wind von vorn. Erst Ostwind, der dreht später auf Nordwest um sich dann als Nordwind festzusetzen.

Und nun? Nun habe ich alle unsere Kartensätze von Kiel bis Bornholm, von der deutschen Küste bis Stockholm eingepackt. Desweiteren habe ich mir von Ira und Kenneth noch weitere Karten für Norddänemark (Skagen) sowie Süd-Norwegen inklusive Oslofjord geborgt.
So mein Freund Petrus, jetzt kannste dir einfallen lassen, was du willst - ich bin auf alles vorbereitet.
"Zur Not" geht es eben wieder die Westküste hoch und wir versuchen diesmal, Norwegen zu erreichen. Oder es geht in die dänische Südsee. Oder die Kieler Bucht und über den großen Belt rund Dänemark zurück. Oder ... oder ... oder.
Wir sind gewappnet. Am Sonnabend geht es los.  .... soll es losgehen.



Montag, 2. Mai 2016

01.05.2016 Echter Saisonstart

Was für ein Wochenende.
Schon wettertechnisch eine 100%ige Verbesserung zu allem, was wir vorher hier erleben durften.

Natürlich wollten wir erstmal einen Segeltest machen. Draußen auf dem Sund war sowas wie Wind, ein Hauch von 2-3 Bft. Raus aus dem Hafen, die Segel gehisst ... geguckt ... gelauscht ... alles top




Dieses ruhige Wetter passt uns gut für den ersten Törn. Da auf dem Wasser kaum ein Boot unterwegs ist, haben wir die absolute Stille um uns herum.
Leider wurde es auch beim Wind immer ruhiger, bis er uns ganz einschläft. Also Umkehr und zurück in den Heimathafen.



Um die Vorsätze für dieses gleich richtig anzugehen, werde ich heute anlegen. Noch besser geht es nicht: kein Wind, keine Welle - Püppi-Einpark-Wetter. Das wiederum macht aus Skippi Harry einen Vorschoter. Also Mann, klar bei Fender, Leinen und Bootshaken:


Den restlichen Tag und am Sonntag haben wir uns noch um ein paar überfällige Ecken des Bootes gekümmert. Hier schon mal - halbfertig - eine der Winschen mitten in der Politur. Mittlerweile glänzt alles ...


... wirklich alles ...



Auch unser Weihnachtsgeschenk von Kenneth und Ira musste endlich seine Funktion übernehmen. Unser neuer, dicker Kugelfender bestand auch die abschließende, sehr kritische Sitzprüfung :-)



Danach wurde das Dinghi aufgeweckt. Luft rein und ab aufs Vordeck damit. Die Sonne gab immer mehr Gas - Früüüühhhling!



Währendessen kümmerte sich Hary um Ordnung und Sicherheit unter Deck. Die Bilge wurde leerge"tupft" (nur ein kleiner Rest Frostschutz vom Winter) und die Heck-Kajüten aufgeräumt - wir brauchen Platz




Wir bekommen nämlich am nächsten Wochenende unseren ersten kleinen Leichtmatrosen an Bord. Er soll sich die vier Tage natürlich richtig wohl fühlen. Wer? Das erfahrt ihr nächstes Wochenende.


Freitag, 22. April 2016

22.04.2016 Sowas wie Urlaub

Innen und außen erhielt Ari einen ersten Waschgang. Unter Deck wurde fleißig aufgeräumt und ausgemistet. Von unserer to-do-Liste ist fast alles erledigt - sogar die Maße für den neuen Seezaun sind schon genommen; nun kann bestellt werden. Lediglich der Einbau des neuen, aktiven AIS-Gerätes und das Anschlagen der Segel haben wir wegen des schlechten Wetters noch vertagt.

Also, das Wetter war die letzten zwei Tage nicht wirklich schlecht. Die Sonne schien fast durchgängig und es war trocken, aber der eiskalte und böige Wind tobte ohne Unterlass mit 4-7 Bft durch den Hafen. Beim Waschen des Decks sind uns fast die Hände abgefroren. Unter Deck war es ruppig - kein Wetter, um kopfüber unter der Salonbank zu hängen und dort das alte AIS gegen das neue auszutauschen.
Das Gleiche gilt für die Segel. Bei diesem Wind macht das Anschlagen der Segel keinen Spaß - morgen wird es windtechnisch wesentlich gemächlicher. Wir haben keine Eile, sondern Urlaub.

Neben den Arbeiten am Boot machen wir tatsächlich Urlaub. Lange, ausgiebige Frühstücke unter Deck, kleine Pausen im Cockpit in der Sonne (windgeschützt!) und gegen Abend tobe ich mich in der wiedereröffneten Bordküche aus. Hier koche ich sehr gerne.
Den Abend verbringen wir unter Deck, es ist einfach zu kalt. Aber nicht zu kalt, um bei schöner Abendstimmung sofort rauszuspringen und ein Foto zu machen.



Donnerstag, 21. April 2016

20.04.2016_Touchdown 2016

Nachdem uns das Wetter einen Strich durch den gestrigen Krantermin gemacht hat, war Ari heute endlich fällig.
Wir hatten - genauso wie der Hafenmeister - keine Lust, das Boot am Dienstag bei Böen bis zu 8 Bft unnötig zu gefährden.
Gegen 9 Uhr rollte der große Hubwagen an, um Ari samt Lagerbock an die Wasserkante zu bringen.
Der Rest des Einkranens in Fotos:

Die Fahrt durch das enge Hafengelände...


... bis runter zur Wasserkante. Die Jungs hier wissen, was sie tun. Die Präzision beim Rangieren weckt Begeisterung.

Und rein mit der dicken Lady ins Ostseewasser 2016


So, Boot schwimmt - aber, ... da fehlt noch was ...

... jo - 16 m Alu-Mast. Das war ja eine Plackerei.



Gegen Mittag fuhren wir Ari in ihre Box und gingen nach einem ausgiebigen Frühstück die anstehenden Arbeiten an.

An Deck musste die Elektrik aus dem Mast (Antenne, Windmesser, Positionslampen) mit dem Boot verbunden werden.
Die Wanten (Stahlseile, welche den Mast seitlich halten) mussten gespannt und dann der Großbaum eingehangen werden. Jetzt konnte auch der Rodkick eingespannt werden, der den Baum "hoch hält". Anschließend konnte ich alle Leinen vom Mast ins Cockpit führen, damit bei der Fahrt so viel wie möglich von hier aus bedient werden kann. Das alles war beschwerlich, weil der Wind böig und eiskalt übers Deck fegte. Deshalb werden wir die Segel auch erst später anschlagen.

Unter Deck mussten die Wassertanks gereinigt und befüllt werden. Eine große Innenraumreinigung steht natürlich auch noch an. Zufrieden genossen wir abends unsere ersten Nudeln an Bord - zu mehr Zauberkochkünsten war ich schlichtweg zu müde.
Bis in den späten Abend schauten wir am neuen Bord-Fernseher unsere eigenen Fotos und Videos bei einem (zwei, drei) Schluck Rotwein an. Anschließend ließen wir uns vom immer noch böigen Westwind in den Schlaf schaukeln.




Sonntag, 17. April 2016

Winterlager 2015/16_Abschluss

17. April 2016 - Wir haben es fast geschafft.
Alle Anstriche sind fertig und das gesamte Boot ist am Rumpf geschliffen und poliert.
Die Ruderanlage ist wieder komplett und perfekt eingestellt. Morgen folgen noch ein paar Reparaturarbeiten an Deck; ein paar kleinere Lackschäden müssen durch den Bootsbauer "geheilt" werden. Keine große Sache.

Heute morgen, 9 Uhr. Das Wetter lockte uns in den Hafen. Seit dem frühen Morgen gab es blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein - aber leider nur 9° C (gegen Mittag!) und ziemlich starken, eiskalten Wind.
Der letzte Arbeitstag in Bildern:

Huch, das glänzt noch was in Grundierungsfarben-Silber. Auch der Antrieb muss noch blauer werden.

Dick angepummelt mit mehreren Kleidungsschichten konnte man die Pausen in der Sonne genießen. Natürlich - ein Segelbuch :-) 

Ari bekam heute noch den Hintern gewienert. Nun glänzt sie von allen Seiten.

... wie neu

Ich habe mit dem letzten, dem dritten Anstrich genug von dunkelblauer Farbe. Aufgrund des starken Windes flogen die großen und kleinen Tropfen besonders schön durch die Gegend. Ich hatte die Farbe überall: in den Ohren, im Gesicht, am Hals, bis unter die Ärmel meiner Kleidung.

Das Entfernen der Farbreste mit Lösol (Waschbenzin) nahm mir meine Haut am nunmehr dritten Tag in Folge ziemlich krumm - zum Glück war ich allein im Waschraum des Hafen und konnte laut genug jammern.

Kaffeepause am Hafenkiosk, mit Blick auf den Strelasund und die ersten Boote im Wasser.

Der spannende Moment: ich löse den schützenden Klebestreifen - sauber!

Was für eine schöne scharfe Kante - was für ein Glanz im Lack. Perfekt - jetzt kann das Boot ins Wasser.
Wenn alles gut geht und der starke Wind sich nicht hält, wird Ari am Dienstag gegen 10 Uhr ins Wasser gekrant. Dann gibt es auch wieder neue Fotos. Das heißt: morgen gibt es den ersten echten Urlaubstag - nix muss, alles kann :-)

Samstag, 16. April 2016

Winterlager 2015/16_3

April, April - du weißt wirklich nicht, was du willst.
Angesagt war ein durchwachsener, aber trockener Tag. Punkt 10 Uhr begannen wir damit, womit wir am Vortag aufgehört hatten. Harry mit Schleifen und Polieren und ich mit dem Antifouling-Streichen.
Harry war gegen Mittag fast mit dem Rumpf durch, da brummelte schon das erste Gewitter am Horizont. Wie sich später herausstellt, blieb es nicht bei dem einen. Aber schaut selbst:

Da schleicht sich das erste Regengebiet inklusive Gewitter heran. 

Zum Glück war auch das Antifouling auch schon leidlich trocken.


Wir flüchteten beide ins Auto und staunten, was da an Wassermassen runterkam.

Nach gut 20 Minuten zog das Gewitter ab ... 

... und die Sonne kam ganz unschuldig und wunderbar warm hervor.



Aber nicht lange. Kaum hatten wir uns mit dem Bavaria-Spezi an die Vollendung der Rudergeschichte gemacht, zog das nächste Wetter auf.
Nachdem schon diverse Schauer durchzogen, blieb dieses Wolkenfeld mal ganz harmlos und vor allem trocken.
Nur ein paar stärkere Böen tobten durch das Hafengelände.






Mit diversen, herumliegenden Holzresten stemmten wir das Ruderblatt stückweise höher und höher in den Schiffsrumpf und damit in sein oberes Lager.



Immer wieder wurde das schwere Teil ein Stück angehoben und mit einem Stück Holz in seiner Position fixiert. Anschließend wurde der Sitz in der oberen Aufnahme kontrolliert ... und weiter ging es. 
Harry sah zum Schluß aus wie der Tetris-Meister von Neuhof.
 

Wozu auch eine Pause? Natürlich, immer ran mit der nächsten Störung.

Noch gab es Restarbeiten am oberen Ruderlager. 

Die Fixierung der endgültigen Höhe des Ruderblattes war schon fast ein Meisterwerk

Auf der Überführungsfahrt aus dem Ijsselmeer, letztes Jahr, kamen uns hier fast alle Schrauben entgegen. 

Der Fachmann kümmert sich - mittlerweile in strahlendem Sonnenschein.

Was für ein schöner Abend im Hafen

Am Abend gönnten wir uns in unserer Lieblingspizzaria am Stralsunder Yachthafen noch ´ne Pizza.

Ich sage "Gute Nacht" mit einem schönen Abendfoto aus dem Cityhafen Stralsund.