Das Schicksal ist auf unserer Seite - das Wetter lässt uns noch nicht südlicher und wir wollen auch gar nicht - passt also bestens.
Wir verbringen die Tage auf Hanö im puren Urlaubsmodus. Lange ausschlafen, gemütlich im Cockpit frühstücken, dann geht jeder seiner Wege. Manchmal sind wir beide gleichzeitig auf der Insel unterwegs, aber jeder geht andere Wege. Ich wollte mich ein wenig beim Wandern austoben, Harry eher Hirsche jagen - mit der Kamera natürlich, noch haben wir etwas Fleisch in der Kühlkiste. Lustigerweise hatte ich auf meiner Wandertour mehr Hirsche vor der Nase als Harry auf seiner Pirsch vor die Linse bekam. Ansonsten wurde an Bord ein wenig gebastelt, gekocht, Fotos und Filme geschaut, gelesen, geschlafen ... Urlaub halt.
Heute erlaubte das Wetter auch einen kurzen Kajakausflug vor der Küste. Die Dünung war dabei mit knapp einem Meter Höhe schon recht beeindruckend, erforderte aber nicht viel mehr Kraft und Geschick als sonst.
Am Nachmittag kam ein echtes Highlight in den Hafen. Ein ca. 20-Meter langes Plattbodenschiff aus den Niederlanden, gesteuert von einem (!) älteren Herrn, der seinen siebzigsten Geburtstag bestimmt schon vor einer ganzen Weile begangen hat. Komplett tiefenentpannt kam er mit dem dicken Ding in den schon ziemlich vollen Hafen und legte souverän, wie es nur ein echter Seebär kann, und ohne große Hilfe zu benötigen, an. Chapeau, viele im Hafen standen auf ihren Booten und waren tief beeindruckt - vom Schiff und von seinem alten Käptn.
Jetzt, am Abend, sitzen wir an Bord im Cockpit und beobachten die vorbeiziehenden Gewitterfronten. Fühlt sich ein bisschen wie Regenlotto an ... und in dem Moment, wie ich diese Worte schreibe, fallen dicke Tropfen herab und ich schreibe unter Deck weiter. Der Schauer war aber nur kurz und ohne Gewitter, so wie wir es am Festland beobachten konnten.
Hier ein paar Fotos aus den letzten zwei Tagen:
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| Harry baut eine neue Zuleitung für den Landstrom |
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| Blick vom Leuchtturm |
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| Der Bursche lag keine 15 m vom Wanderweg entfernt - wir guckten uns 2 min lang an, dann ging ich weiter - cool |
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| Seine Ricke war schon etwas vorsichtiger. |
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| In der Dünung kaum noch zu sehen. Ich war auch ein wenig sehr weit draussen ... |
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| Jetzt erst mal ausruhen - man hat es schon schwer ... |
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| DER Held des Tages ... |
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| ...ist ein richtig alter Seebär. |
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| Am Festland im Norden kommt ordentlich was runter. Einen der vielen Blitze haben wir leider nicht erwischen können. |
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| Gewitter Nr.1 -> knapp an uns vorbei. |
Morgen nutzen wir den nicht vorhandenen Wind und und tuckern unter Motor runter nach Simrishamn (ca. 35 sm). Von dort werden wir Mittwoch/Donnerstag Richtung Rügen weitergehen, der angesagte Ostwind kommt wie auf Bestellung. Schön, wenn das mal so klappt!
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