Sonntag, 19. März 2017

19.03.2017 Weckruf




Während ich artig arbeiten ging, fuhr Harry zum Hafen und erweckte unser Meeresdornröschen aus dem Winterschlaf.





Trotz der vielen und auch kräftigen Winterstürme sah die Abdeckung recht gut aus.
Während die Plane hier und da schon Blessuren davontrug, und die Verschnürung an einigen Stellen gerissen war - ohne, dass sich die Plane lösen konnte - hat die von Harry gebaute Trägerkonstruktion perfekt gehalten. Keine Defekte, kein Verrutschen, alles befand sich da, wo wir es im Spätherbst hingestellt hatten.

Zu den anstehende Arbeiten gehörten Reparaturen am Kiel. Hierbei musste der Kiel von Roststellen befreit und der Übergang vom Kiel zum Rumpf neu verfugt werden.
Anschließend wurde neu grundiert und gestrichen, damit alle Unterwasserbereiche zum nächsten, dem abschließenden Anstrich den gleichen Farbaufbau haben.




Nebenbei gab es noch einen ersten Test am Standort unseres neuen Generators. Er kommt in die Steuerbord-Backskiste.


Natürlich nicht "nur so" - hier baut Harry. Das Gerät wird auf eine Art Rollbrett gestellt, worauf man ihn zu Wartungszwecken nach vorn ziehen kann. Das heißt, dass der Auspuff so gebaut werden muss, dass sich die beiden Teile beim Zurückschieben des Generators wieder ineinanderschieben lassen - und dabei auch wieder dicht sind. Das wird noch die eine oder andere bastlerische Grübelphase geben. Zum Abschluss muss alles noch in Dämmmaterial gepackt werden. Wenn es fertig ist, können wir auf längeren Fahrten (diese sind für diese Saison geplant) unsere Batterien für den Autopiloten, Geräte und Beleuchtung unterwegs wieder aufladen.

Zu Hause erweckte ich meinen neuen Liebling für Ari zum Leben. Unser neuer Plotter, ein Raymarine eS98:

Was für ein tolles Kerlchen!
Bisher waren wir noch mit dem alten Original-Plotter, einem Raymarine c70 unterwegs.
Bei diesem ist nicht nur der Bildschirm kleiner und grobkörniger. Von Anfang an nervte uns die nur zweistufige Helligkeitsregelung - es gibt nur "Tag" und "Nacht". Die Einstellung "Tag" ist an sonnigen Tagen viel zu dunkel; man kann bei direkter Sonneneinstrahlung nicht viel erkennen. Bei "Nacht" dagegen ist das Teil so hell, dass man den Bildschirminhalt auch noch in 1,5 sm erkennen kann, aber dafür nicht mehr, was sich in der Umgebung des Bootes oder am Horizont befindet - es blendet unangenehm. Genauso nervig ist die grobe Rasterung der Größeneinstellung der Karte. Sie ist extrem groß. Gefühlt wählt man zwischen Weltkarte und direkter Umgebung einer Tonne.
Beim neuen Modell sind Helligkeit und Zoom sehr feinstufig und er hat Hybridsteuerung (Touchscreen unnd/oder Bedienung mit dem multifunktionalen Knopf rechts oben).
Wegen all dieser Gründe haben wir bei einem guten Winterangebot zugeschlagen und uns dieses Schnuckelchen geleistet.

Einen Termin zum Einkranen haben wir auch schon. Am 04.April 2017 - so der Wettergott will - wird Ari wieder ins Wasser gesetzt.
Dann kann es endlich wieder losgehen!




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